Insight: Blackland muss erhalten bleiben

Im Jahr 2018 berichteten wir über einen Club, der durch einen Kurzschluss das Opfer von Flammen wurde. Die Solidarität mit dem Shadow war so groß, dass die Inhaber die Kraft und Unterstützung fanden den Treffpunkt für die alternative Szene in Leverkusen wieder aufzubauen.

Dies würde auch gern der Pächter des Blackland in Berlin tun, aber anders als die Stadt Leverkusen ist die Motivation von Bezirk Pankow nicht sonderlich hoch (als Vermieter der Räumlichkeiten) mit der Instandsetzung zu beginnen. Eher legte man dem Szenetreff wohl nahe das Mietverhältnis aufzulösen. Führten die Corona-Maßnahmen nicht schon zu Einnahmeausfällen, so liegt das Blackland seit dem 15. August 2021 aufgrund der Brandschäden brach. Während andere Clubs und Bars längst wieder öffnen, ist die Zukunft des Wohnzimmers von Rock- und Metalfans im Prenzlauer Berg nach wie vor ungewiss.

Dies wollen Gäste, Angestellte, Freunde nicht einfach so hinnehmen und haben eine Petition gestartet, „damit Freddy das bekommt, was ihm zu steht: GERECHTIGKEIT!“ (Zitat: Jan Redmann und Mickaël Pasquier). Daher lasst die Bezirksangestellte eure Stimme hören und teilt & unterschreibt die Petition für die Szene, für die Musik, für die Kultur: www.change.org/das-blackland-berlin-muss-erhalten-bleiben Continue reading

Album Review: Scarlet Dorn – „Queen of Broken Dreams“

Blood Red Bouquet ist noch nicht einmal vollständig ausgehört, da wird von Scarlet Dorn bereits die nächste Platte Ende diesen Monats auf die Reise geschickt. Und wieder ist es mit einem Dutzend Songs bepackt. Und wieder waren große Namen wie Anthony James Brown und Chris Harms gemeinsam mit Benjamin Mundigler – welcher auch gleich den Bass in diesem Musikprojekt übernimmt – beteiligt. Hören wir mal rein, ob der gewählte Albumtitel Queen of Broken Dreams hält, was es verspricht und Scarlet Dorn diesen Titel zu Recht beanspruchen können.

Der Art des Musikarrangements bleibt sich das Hamburger Projekt in jedem Fall treu. Der poppige Beat wurde gegenüber dem Debüt- und dem Folgealbum dabei sogar noch etwas mehr ausgebaut. Aber bevor der Verdacht der Inspirationslosigkeit aufkommt, wurde gleich im Eröffnungstrack die Gesangsstimme in den Strophen am Mischpult der Chameleon Studios in origineller Art zerstückelt. Dass dies aber nicht aufgrund mangelnder stimmlicher Qualität geschehen ist, stellt die namensgebende Frontfrau gleich im Anschlusstrack klar. So wunderbar wandelt sie über die Höhen und die Tiefen eines Klangbildes, setzt zur rechten Zeit Pause und beschleunigt das Tempo, wo es passt. Continue reading