Review: TÝR I Heidevolk I Dalriada / 18.04.2019 / Bischofswerda

Auch wenn der EastClub noch nicht alle Spinnweben weggeputzt hat, so versprach schon der zugeparkte Parkplatz des Aldimarktes gegenüber, dass es ein gut besuchter Abend werden würde an diesem 18. April.
Schließlich hatten sich doch auch ein paar große Folkmetal-Gruppen quer aus Europa angekündigt. Ganz weit vorn dabei – also der Headliner – waren Týr auf ihrer “The Tour from Hel” zu ihrem neuen Album – wer hätte es gedacht – Hel.

Aber auch der “Support” konnte sich sehen lassen. Als lokale Unterstützung starteten Saxorior in den Abend vor, ich sag mal, halb gefüllten Saal. Sie wärmten das Publikum auch sehr gut vor und spätestens ab dem Song Saksen war Stimmung in der Bude und es füllte sich auch zunehmen. Dann, nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es weiter mit Dalriada aus Ungarn und ganz im Gegenteil zu der Nationalität kochte der Saal spätestens ab dem 3. Song und es kam ordentlich Bewegung und auch Temperatur in den Saal. 😉
Wiederum nach einer kurzen Pause standen dann Heidevolk auf der Bühne und heizten weiter ein. Traurig nur, dass sich das Publikum, trotz der beiden Aufforderungen, nicht zu einem Circlepit animieren ließ. Continue reading

CD Review: Aesthetic Perfection – Into The Black

Ende März – genauer gesagt, am 29.03.2019 – erschien Into The Black als nunmehr siebtes Album des Industrial-Pop-Projektes und kann wahrlich als „weiteres solides Handwerk“ aus der Hand von Mastermind Daniel Graves bezeichnet werden. Steht selten eine weitere Band so sehr für die Freude am Experimentieren wie Aesthetic Perfection, ist trotzdem sofort ein Wiedererkennungswert spürbar. Das 10 Titel umfassende Album bietet demnach so einiges für den Hörer und einmal mehr unterliegt dieser aktuelle Silberling deutlichen Pop-Einflüssen. Aber wie gehabt, ist auch diese Scheibe von Anfang bis Ende tanzbar. Das dürfte sehr gefallen.

Los geht es mit Gods and Golds bei dem sich der Amerikaner keinen geringeren als Richard Z. Kruspe mit ins Boot geholt hat. Die Riffs sind zwar ordentlich verzerrt, aber das nimmt der bekannten Rammstein-Schwere nicht all zu viel. Die Facetten einer Graves-Stimme sind dabei auch sehr variabel, was dem Stück etwas besonderes verleiht. Insgesamt aber hätte trotzdem ein bisschen mehr Kruspe nicht geschadet. Continue reading