EP-Review: Betti Stewart – „Chameleon Girl“

Nach einer langen musikalischen Reise ist Betti Stewart angekommen. Angekommen bei ihrem Debüt Chameleon Girl. Und was der Titel der EP erahnen lässt, wird auf den englischsprachigen Songs bestätigt: Es ist eine Platte über sie, über ihre Träume und ihre Weltanschauung, ihren Weg.

Die Texte schrieb Betti selbst, die Melodien steuerte Amandas bei.
Aber nicht nur in in Punkto Sound beeinflusste der gebürtige Grazer die gebürtige Osnarbrückerin, sondern auch in Punkto Vocals, war er es doch, der Betti Stewart ermutigte ihren Worten eine Stimme zu geben, wie er uns einst im Interview vor 2 Jahren verriet.

Und das dies die perfekte Empfehlung war, tritt besonders bei Not Yours Forever hervor, da der geneigte Hörer hier feststellen darf wie rund, wie rau, wie geschliffen und wie gespikt Betti ihr Organ einsetzen kann. Dem gegenüber baut Bye Bye in der Hinsicht ab und bietet sich daher als Schlusslicht des in der Gesamtheit sehr beeindruckenden EP dar. Continue reading

CD Review: Vlad in Tears – Dead Stories Of Forsaken Lovers

Da Vlad in Tears wissen wie tröstend Musik sein kann, haben die Dark Rocker Anfang des Monats ihren Fans einen Song geschenkt, welchen man sich auf ihrer Homepage abholen kann. Damit verbunden ist die Nachricht, dass man fleißig am Nachfolger von Dead Stories Of Forsaken Lovers gebastelt wird. Und solange an diesem noch gebastelt wird, schauen wir auf das – passenderweise – zu Valentinstag erschienen Albums rein.

Dass Romantik in der Welt von Goth-Vampire noch ein bisschen anders ist, dass erfährt man in 17 Songs – wenn man sich das Digipak holt. Damit hat man genug Spielzeit für einen sehr ausgiebigen romantischen Abend.Denn die Songs halten sich dezent im Hintergrund ohne dabei langweilig zu wirken und sind in sich abgerundet. Und dennoch kann man aus dem aktuellen Album doch einige Songs herausschälen, die ihren ganz eigenen Charakter haben. Zu nennen wäre hier Tonite, was eine Dynamik mitbringt, welche Cinema Bizarre einst in die Musikszene einbrachte. Und der Vergleich mit den Gothic Glam Rocker darf durchaus als Lob verstanden werden, wurden sie doch von Tilo Wolff (Lacrimosa) unter die Fittiche genommen.

Aber zurück zu Vlad in Tears die ihren seit 2007 entwickelten Sound auf die nächste Stufe stellen, ohne sich dabei untreu zu werden. Continue reading