CD Review: Vlad in Tears – Dead Stories Of Forsaken Lovers

Da Vlad in Tears wissen wie tröstend Musik sein kann, haben die Dark Rocker Anfang des Monats ihren Fans einen Song geschenkt, welchen man sich auf ihrer Homepage abholen kann. Damit verbunden ist die Nachricht, dass man fleißig am Nachfolger von Dead Stories Of Forsaken Lovers gebastelt wird. Und solange an diesem noch gebastelt wird, schauen wir auf das – passenderweise – zu Valentinstag erschienen Albums rein.

Dass Romantik in der Welt von Goth-Vampire noch ein bisschen anders ist, dass erfährt man in 17 Songs – wenn man sich das Digipak holt. Damit hat man genug Spielzeit für einen sehr ausgiebigen romantischen Abend.Denn die Songs halten sich dezent im Hintergrund ohne dabei langweilig zu wirken und sind in sich abgerundet. Und dennoch kann man aus dem aktuellen Album doch einige Songs herausschälen, die ihren ganz eigenen Charakter haben. Zu nennen wäre hier Tonite, was eine Dynamik mitbringt, welche Cinema Bizarre einst in die Musikszene einbrachte. Und der Vergleich mit den Gothic Glam Rocker darf durchaus als Lob verstanden werden, wurden sie doch von Tilo Wolff (Lacrimosa) unter die Fittiche genommen.

Aber zurück zu Vlad in Tears die ihren seit 2007 entwickelten Sound auf die nächste Stufe stellen, ohne sich dabei untreu zu werden. Continue reading

CD Review: Veri Jumala – Dawnlight Silhouette

Wer sich nach dem Ende von H.I.M. mit dem neuen Projekt von Ville Valo nicht so recht anfreunden kann, den empfehlen wir einen Blick auf Veri Jumala, der vergangenen Freitag sein zweites Soloalbum nach Veiled In Velvet Skies (das Review gibt es hier) veröffentlicht hat, mit welchem in Melancholie und Bildsprache an den Vorgänger angeschlossen wird, was besonders deutlich in Track Wadering in Water zur Geltung kommt – dem stärksten Stück des neuen Werkes vom Sänger von SORROWNIGHT.

Dem gegenüber startet Dawnlight Silhouette recht schwach, wobei „schwach“ der falsche Ausdruck ist. Disclose the Light ist gut arrangiert, hätte durch ein Mixdown in einem Profistudio jedoch noch einen Tick voluminöser klingen können. Da Veri Jumala jedoch komplett alles in Eigenregie organisierte und produzierte, ist es kein Makel, sondern eine Besonderheit, da der Erfurter alle zwölf Songs bewusst minimalistisch gehalten hat – es gibt nur seine Stimme und seine Gitarre, keine Duettpartner wie zuvor. Continue reading