Album Review: Combichrist – „On Fire“

Was gibt es zu diesem Album zu sagen?

Kurzum: Eine doch gelungene Weiterentwicklung zum Vorgängeralbum This Is Where Death Begins. Es erinnert aber auch in großen Teilen an den Soundtrack-Beitrag zu Devil May Cry, auf dessen Pfaden sich Combichrist 2013 bewegte – ebenfalls sehr gelungen.
Besonders die beiden, dem Intro folgenden Titel, Hate Like Me und Broken United versetzen einen doch in Melodik und Lyrics zurück in die Vergangenheit.

Wer das Projekt um Andy LaPlegua kennt, weiß, dass er als Mastermind hinter dem so typischen Sound steckt und sich Experimenten nicht verschließt. Er lässt stets eigene Erfahrungen und Erlebnisse einfließen und spielt gern mit mal mehr und mal weniger dominierenden Industrial-Sequenzen, wendet sich aber immer mehr den gitarrenlastigen Sounds zu.
Das ließ so manchen Fan der ersten Stunde erst einmal ratlos zurück, aber glücklicherweise nehmen die meisten diese Veränderung insgesamt relativ positiv auf.

Diese „Zustimmung“ spiegelt sich auf dem neuen Silberling One Fire wieder und man gewinnt den Eindruck, dass sich hier die Balance hält und sich Andy auch wieder etwas mehr auf seine Wurzeln besinnt. Die Elektro-Beats werden nicht vernachlässigt und erfahren wieder mehr Raum im Gesamtkonzept.

Der albumgebende Titel der insgesamt 13 Songs umfassenden Platte präsentiert die Stärke und den Nachdruck des gebürtigen Norwegers und findet sich in Linie mit 2045, Understand und Last Days Under The Sun wieder, LaPlegua aber versteht es ebenso, ruhigere Töne anzuschlagen. So unter anderem mit bereits nicht mehr ganz unbekannten Bottle Of Pain, aber auch Interlude und dem abschließenden The Other.

Eine insgesamt hörbare Scheibe, die eine gute Zusammenfassung von 15 Jahren erfolgreichen Bestehens von Combichrist spiegelt.

Apropos Zusammenfassung: Solch eine gibt es live auf der Tour im Juli / August zu hören.

Tracklist: 01. Intro
02. Hate Like Me
03. Broken United
04. Guns at Last Night
05. Lobotomy
06. One Fire
07. Bottle Of Pain
08. 2045
09. Interlude
10. Understand
11. California über alles
12. Last Days Under The Sun
13. The Other
Release: 07. Juni 2019
Genre: Metal
Label: Out Of Line
Anspieltipp:  Hate Like Me, Broken United, Interlude, Bottle Of Pain
Homepage: www.facebook.com/combichrist

Tourdaten:

03.07.2019 [DE] Ballenstedt – Rock Harz Festival
04.07.2019 [DE] Saarbrücken – Garage
10.07.2019 [CH] Zürich – X-Tra
14.07.2019 [AT] Wien – ((szene))
03.08.2019 [DE] Hamburg – Grünspan
04.08.2019 [DE] Oberhausen – Kulttempel
06.08.2019 [DE] Stuttgart – Im Wizemann
07.08.2019 [DE] München – Backstage
08.08.2019 [DE] Frankfurt/M – Batschkapp
09.08.2019 [DE] Nürnberg – Der Hirsch
11.08.2019 [DE] Hildesheim – M’era Luna Festival
 

Text: Dagmar Urlbauer

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