Rettungsaktion für das Black Castle Festival

Nach durchweg positiver Resonanz für das erste Black Castle Festival hätte wohl niemand damit gerechnet, dass auch das Event in Mannheim im Vorsetzungsjahr mit schwachen Vorverkaufszahlen zu kämpfen hat. So fassten Kirsten Tiedemann & Heimo Gieser dann auch im Stillen den schweren Entschluss die Folgeveranstaltung für diesen Sommer abzusagen und gingen, nachdem Geschäftspartner und Künstler informiert wurden, schweren Herzens am 16. Mai an die Öffentlichkeit. Was dann geschah, damit hätten sie wohl niemals gerechnet …

Zwei engagierte Fans des Festivals stemmten innerhalb weniger Stunden eine Crowdfundingaktion aus dem Boden und versuchen die Summe von 40.000 EUR für Gagen, Unterhaltskosten, Security und allem, was eben so dazugehört zusammenzubekommen. Dieser Einsatz hat die Veranstalter dermaßen überrascht und beeindruckt, sodass sie den Ticketverkauf fortsetzen, ohne jedoch die Absage und die damit verbundene Garatie zur Ticketrücknahme aufzuheben. Und genauso wird auch die Rückgabe der Spendenbeträge erfolgen, sollte das Fundingziel nicht erreicht werden.

Aber das dies nicht passiert, geben auch Kirsten & Heimo wieder alles! Das beinhaltet auch die Trennung von geliebte Stücken, über die sich Musikfans freuen können. Wöchentlich wird ein großes Portfolio aus Bandmerch und Musikpressungen angeboten, zu dem wir – dank der freundlicher Unterstützung des Labels Echozone – ebenfalls einen Teil beisteuern dürfen. Bald findet ihr auf der Facebookseite des Black Castle Festivals die neuen Alben von Analogue-X, Soulimage, Nachtfalter und Nervenbeisser – neben vielen anderen Merchandise von den unterschiedlichsten Bands.

Aber auch Musiker engagieren sich für das ehrgeizige Ziel das Festival am 30. / 31. August durchzuführen und unterstützen jeweils auf ihre Weise: Dunkeltraum spenden den Erlös aus Shirtverkäuften (alles dazu gibt es hier), Amandas Nadel werden sogar ganz auf ihre Gage verzichten.
Der Düsseldorfer Spirituosenhandel Met der Edelleut bietet einen eigens für das Black Castle Festival kreierten Met an, von den 70% des Erlöses in die Spendenkassen fließt, noch bevor dieser in durstige Kehlen fließt.
Der Versandhandel Wonderland 13 beteiligte sich ebenso mit 25% der Verkaufssumme von ausgewählten Produkten aus seinem Shop.

Und man kann wirklich von einem #vonderszenefuerdieszene sprechen, wenn selbst der Schweizer Veranstalter Black Eleven sich das Fortbestehen des Mannheimer Events wünscht und dafür die beeindruckende Summe von 2.000 EUR beisteuert.

Kurzum: Zu verlieren hat man als Ticketkäufer nichts aufgrund der Rückgabeoption, außer ein weiteres Events, was wieder einen weißen Fleck in Süddeutschland hinterlassen würde und aufstrebenden Bands wieder eine Plattform nehmen würde um sich und ihre Musik vorzustellen. Diesen Ausgang mag man sich nicht vorstellen.
 

Text: Ginger Chan

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